Weingut Markus Altenburger

Weingut Markus Altenburger

"Ich will leichte, frische, lebendige Weine. Trinken  – und keine dummen Fragen stellen." (Markus Altenburger)

Aus der Perspektive der Schulmeinung ist der Weinbau, wie Markus Altenburger ihn betreibt ein rückständiger. Gerne lässt er sich als faul bezeichnen, wenn er beispielsweise Gräser und Begrünung in den Weingärten stehen lässt, um den Boden vor Vertrocknung zu schützen. Und der Grund, warum er etwa aufs Stutzen der frischen Triebe verzichtet, liegt im damit verbundenen Stress für die Rebe. Den will er ihr gerne ersparen.

Etwas bewusst in Ruhe zu lassen ist für Österreicher sehr schwierig. So ist es anfangs eine Art Übung zur Selbstdisziplin, täglich an den getrimmten und zurechtgestutzen Weingärten der Kollegen vorbei zu kommen. Erst mit der Zeit gewinnt man den Blick für die fantastische und natürliche Schönheit von zotteligen Rebzeilen, in denen die Bienen, Falter und allerhand Bodennützlinge die Oberhand zurückgewonnen haben.

Fast genauso schlimm ist es, im Keller darauf zu warten, bis Maische und Saft zu gären beginnen. Mit dem Einsatz der gängigen und allgegenwärtigen technischen und chemischen Hilfsmittel hat er abgeschlossen. Man muss sich schon im Griff haben, keine Bakterien, Enzyme oder Hefen in die Tanks zu schaufeln, wenn die jungen Weine nicht gleich genau das machen, was man sich wünscht. Umso schöner ist es, ein Resultat im Glas zu haben, an dem nicht herumgetrickst wurde und das seinem Ursprung möglichst nahe steht.

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