Gelber Muskateller

Gelber Muskateller

Unter dem Namen Muscat à Petits Grains zählt der Gelbe Muskateller zu den ältesten in Europa bekannten Rebsorten. Unter dem lateinischen Namen Muscatellus taucht er bereits 1304 in einem Werk von Pietro de' Crescenzi auf. Über seine Herkunft ist wenig bekannt, nach einigem Rätselraten besteht indes heute Einigung darüber, dass er aus Griechenland stammt und von dort über Italien seinen Weg in das nördliche Europa und später die Länder der Neuen Welt gefunden hat. Genetische Verwandtschaften mit einigen nur in Griechenland ansässigen Sorten lassen diese Vermutung plausibel erscheinen. Die früh austreibende und im mittellangen Bereich ausreifende Sorte zählt, wie auch der Sauvignon Blanc oder der Riesling, zu den Aromasorten und ist in vielen Ländern der Alten und der Neuen Welt anzutreffen. Mit seinem intensiven, an tropische Früchte und Muskat erinnernden Aroma und seiner pikanten Säure steht er für rassige, sehr fruchtbetonte trockene Weine ebenso wie für alkoholverstärkte Süßweine, wie etwa in Südfrankreich oder auch in Australien für den aufgespriteten und recht hochwertigen Liqueur Muscat. Neben Südfrankreich bilden das Elsass, Italien und die Steiermark Zentren des Anbaus dieser Sorte, aber auch Deutschland, Portugal und Spanien liefern gute Exemplare dieser intensiv duftenden Sorte, die sich aber genau wegen ihrer intensiven aromatischen Struktur und ihrer markanten Säure wenig für den Ausbau im Barrique eignet. Für gute Ergebnisse sollte bei der gegen Insektenbefall und Falschen Mehltau empfindlichen Sorte auf Ertragsbeschränkung geachtet werden. (Falstaff)

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